Elisa von der Recke (1754-1833) wurde berühmt, weil sie öffentlich widersprach. 1787 veröffentlichte sie eine Schrift, in der sie die Machenschaften des berüchtigten Magiers Alessandro Cagliostro in ihrer kurländischen Heimat offenlegte - und ihre eigenen Erfahrungen als sein Opfer schilderte. Dieser mutige Schritt machte sie schlagartig bekannt und verschaffte ihr enorme Popularität in den aufgeklärten Kreisen Deutschlands. Die Literaturwissenschaftlerinnen Valérie Leyh (Université Namur) und Vera Viehöver (Université de Liège) haben Reckes Cagliostro-Schrift neu herausgegeben und sind Co-Kuratorinnen der aktuellen Ausstellung "Aus dem Schatten. Katharina Kippenberg und Frauen der Goethezeit", in der auch Elisa von der Recke vorgestellt wird. Im Gespräch mit Museumsdirektor Roman Gibhardt stellen sie diese ungewöhnliche Frau der Goethezeit näher vor. Dabei geht es um Esoterik und Geisterglauben, Aufklärung und Schwärmerei, um die Faszination der Freimaurerei, heftige intellektuelle Fehden sowie nicht zuletzt um Reckes Beziehungen zu Goethe, Schiller und ihrem Umfeld Bei Tee & Gebäck laden wir Sie zum Zuhören und Mitdiskutieren ein. Eintritt frei Foto: Josef Friedrich August Darbes, 1784, Märkisches Museum, Berlin
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